Facebook manipuliert

Ähm, ja, eigentlich hat sich das doch jeder von uns schon gedacht. Nun ist es aber offiziell: Facebook manipuliert seine Nutzer bewusst.
Um mit den gewonnenen Daten dann Studien zu sozialen Medien zu erstellen… *zwinker*
Wer’s glaubt. Wohl eher, um den Werbekunden zu zeigen, dass der Newsfeed den Nutzer interessiert und dass er bewusst und unbewusst Emotionen und Informationen aus dem Netzwerk mitnimmt. Wozu das gut ist?
Naja, wenn potentiellen Werbekunden die ‘fundierten’ Ergebnisse unter die Nase gehalten werden können, sind sie vielleicht eher bereit dazu Geld in die Werbung zu stecken. Wenn sie sehen, dass auch tatsächliche Ergebnisse daraus resultieren können. Wenn Facebook sagen kann: “Du hast keine neuen Kunden? Dann ist das nicht unsere Schuld, sondern deine! Schau doch: unsere Studie sagt das!”
Gut, die Studie wurde zwar von Wissenschaftlern durchgeführt, aber Facebook kann sie trotzdem für seine Zwecke nutzen. Nicht nur für seine Werbekunden, sondern prinzipiell für alles. Rein theoretisch könnte eine gezielte Selektion von Beiträgen und eine gezielte Filterung den Newsfeed von jedem einzelnen Nutzer stark verändern.

Für diejenigen unter euch, die nicht wissen, wovon ich überhaupt rede: Facebook hat rund 700.000 Nutzern für eine gewisse Zeit nur Inhalte ihrer Freunde zukommen lassen, die entweder eine positive oder negative Konnotation hatten. Sie wollten schauen, ob sich die emotionale Ausrichtung des Feeds auch auf das Post-Verhalten der Nutzer auswirkt. Und siehe da: die Laune aus dem Netzwerk nahmen die Nutzer dann mit in ihr eigenes Social Media-Verhalten.
Laut einem ehemaligen Mitarbeiter des Unternehmens sollen weitere Studien gemacht worden sein.
Die AGB erlauben das, eine Filterung erfolgt ohnehin schon durch einen Algorythmus, den wohl nur die Facebooker selbst verstehen. Euch ist bestimmt schon aufgefallen, dass ihr nicht alles von allen Freunden angezeigt bekommt?!

In UK jedoch beschäftigt sich jetzt jedoch ein Ausschuss mit Nicht- oder Rechtmäßigkeit der durchgeführten Manipulation, sprich: der Grundlage der neuen Studie.

Was hilft gegen die Manipulation? Naja, zunächst einmal müssen sich deutsche Nutzer wohl (vorerst) keine Sorgen machen. Die Studien wurden für den englisch-sprachigen Raum durchgeführt. Aber selbst wenn wir betroffen wären, bleibt wohl nicht viel mehr als der Ausstieg aus dem Netzwerk.
Und den Schritt möchte ich persönlich dann doch nicht machen. *seufz*
Also damit leben.

Ist es deswegen richtig? Nein, auf keinen Fall. Es ist erschreckend zu sehen, dass durch die bewusste Filterung tatsächlich ein Effekt bei den Nutzern hervorgerufen werden kann. Das öffnet sowohl manch böser als auch so manch guter Idee Türen und Tore. Inwiefern der Einsatz schon stattfindet oder jemals stattfinden wird, das bleibt ein weiteres Geheimnis hinter dem weißen f auf blauem Grund.

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